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20 Jahre Deutsch-Polnische Gesellschaft Senden e.V.

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26 August 2026

Freundschaft bekommt neuen Schub

Von Dietrich Harhues

SENDEN. Die deutsch-polnische Freundschaft hat Zukunft. Denn die Kontakte zwischen beiden Ländern werden – was die Beziehung zwischen Senden und Koronowo angeht – auch und gerade durch die junge Generation aufrechterhalten: Angehörige aller drei weiterführenden Schulen aus Senden trafen sich in diesem Jahr auf ihrer Gedenkstättenfahrt mit polnischen Schülerinnen und Schülern. Auch Begegnungen in der Stevergemeinde und ihrer Partnerstadt stehen auf der Wunschliste. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft unterstützt diesen Brückenschlag und freut sich, dass die Bande intensiver werden. „Alle kamen mit so viel Enthusiasmus zurück.“

Vielleicht ist die neue Schubkraft – nach einem Dämpfer durch die Corona-Zeit – eine Art Geburtstagsgeschenk, denn die Deutsch-Polnische Gesellschaft begeht das 20-jährige Bestehen. Was alle bestätigen, die den Austausch erlebt haben: „Die Menschen in Polen sind viel offener und aufgeschlossener als erwartet.“ Ressentiments gegenüber Deutschland und den Deutschen seien in der Politik von der PiS-Partei geschürt worden, entsprächen aber nicht der Haltung der Bevölkerung, betonten Grazyna Maria Brandes, Vorsitzende der DPG Senden, und Vorstandsmitglied Leander Vierschilling im Pressegespräch.

Diese positive Zugewandtheit sei nicht selbstverständlich angesichts der „komplexen und schwierigen Geschichte“ beider Länder, wie Vierschilling hervorhob. Der Beteiligung Deutschlands an den polnischen Teilungen sowie den Millionen Toten und den Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg zum Trotz habe es „einen unglaublichen Versöhnungsprozess“ gegeben.

Eben dieser ist Thema der Ausstellung „Bartoszewski – Widerstand – Erinnerung – Versöhnung“, die am 15. September (Dienstag) um 19 Uhr von dem Politikwissenschaftler und ehemaligen Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau, Klaus Ziemer, im Foyer des Rathauses eröffnet und dort bis zum 25. September zu sehen sein wird. Die Ausstellung, zu der alle Interessierten eingeladen sind, ist Bestandteil der Geburtstagsaktivitäten des Vereins. Wladislaw Bartoszewski, der 2015 verstarb, war Historiker, Publizist, Politiker und zweimaliger Außenminister Polens. Als Abiturient wurde er festgenommen und ins Stammlager Auschwitz deportiert. Die Ausstellung, so die DPG Senden, soll nicht nur das Lebenswerk Bartoszewski vermitteln, sondern auch dazu animieren, Freundschaften zwischen Deutschland und Polen zu pflegen.

Sein Jubiläum feiert der Verein, mit 106 Mitgliedern einer der großen seiner Art in Deutschland, am 2. Oktober (Freitag) auch mit einem Vortrag des Generalkonsuls der Republik Polen, Marek Gluszko, der ab 19 Uhr im Alten Zollhaus über die deutsch-polnischen Beziehungen im 21. Jahrhundert spricht.

Am 3. Oktober (Samstag) stellt die DPG Senden sich und ihre Arbeit in der Zeit von 10.30 bis 16 Uhr mit einem Tag der offenen Tür im Alten Zollhaus vor. Der Jubiläums-Gastgeber freut sich besonders, an diesem Tag den Generalkonsul, Gäste aus Koronowo, Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik und der weiterführenden Schulen sowie Bürgerinnen und Bürger begrüßen zu dürfen.

Westfälische Nachrichten, 26.08.2026

Vorstand im Gespräch mit den WN

Deutsch-Polnische Gesellschaft in Pommern unterwegs

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26 August 2026

Reise in die gemeinsame Geschichte

SENDEN. Mit 37 Teilnehmenden unternahm die Deutsch-Polnische Gesellschaft Senden jetzt eine Reise durch Pommern, wie sie in einer Pressemitteilung berichtet. Von Stettin (Szczecin) bis Greifswald führte die Route durch eine Region, deren Landschaft, Kultur und Geschichte über Jahrhunderte von Deutschen und Polen geprägt wurden. Entsprechend abwechslungsreich war das Programm: Natur- und Landschaftserlebnisse wechselten sich mit Stadtbesichtigungen und der intensiven Beschäftigung mit der wechselvollen Geschichte Pommerns ab.

Einen Leitgedanken der Reise formulierte gleich zu Beginn eine Historikerin während eines Rundgangs durch Stettin. Sie sprach nicht von „deutscher“ oder „polnischer“, sondern immer wieder von „unserer Geschichte“. Damit brachte sie eine Perspektive zum Ausdruck, die die gesamte Reise begleiten sollte: Die Geschichte Pommerns lässt sich nicht entlang heutiger nationaler Grenzen erzählen. Herrschaftswechsel, Migration, Krieg und Vertreibung, aber auch kultureller Austausch und wirtschaftliche Verflechtungen haben eine gemeinsame Geschichte entstehen lassen, deren Spuren bis heute sichtbar sind.

Neben dieser historischen Spurensuche beeindruckte die Gruppe die Entwicklung der Region. Besonders die vielerorts moderne und gut ausgebaute Infrastruktur ließ erkennen, welche Veränderungen Pommern in den vergangenen Jahrzehnten erfahren hat. Bei den Erkundungen von Kolberg (Kołobrzeg) und Stolp (Słupsk) verband sich der Blick auf historische Stadtstrukturen mit Eindrücken vom heutigen Leben.

Einen besonderen landschaftlichen Akzent setzte der Besuch der Ostseeküste. Im bekannten Badeort Łeba erlebte die Reisegruppe die touristische Seite der Region. Von dort ging es zu den eindrucksvollen Wanderdünen des Slowinzischen Nationalparks. Die außergewöhnliche Küstenlandschaft machte deutlich, dass Pommern nicht nur als historischer Raum, sondern ebenso als vielfältiger Natur- und Lebensraum zu entdecken ist.

Eine weitere Facette regionaler Identität erschloss sich beim Besuch des Museums in Szymbark. Hier beschäftigte sich die Gruppe mit der Geschichte und Kultur der Kaschuben. Deren leidvolle Geschichte zeigt beispielhaft, wie eine Bevölkerungsgruppe zwischen unterschiedlichen staatlich-ideologischen und kulturellen Einflüssen immer wieder um den Erhalt ihrer eigenen Sprache, Traditionen und Identität ringen musste.

Die Reise führte schließlich über die heutige deutsch-polnische Grenze hinweg und endete in Greifswald. Damit wurde auch geografisch sichtbar, was während der gesamten Woche immer wieder thematisiert worden war: „Pommern ist ein historischer Kulturraum, dessen Geschichte Deutsche und Polen miteinander verbindet – mit allen Brüchen und Belastungen, aber auch mit den Spuren jahrhundertelanger Begegnung und kultureller Verflechtung“, schreibt die Deutsch-Polnische Gesellschaft hierzu in ihrer Mitteilung.

Bei aller Intensität des Programms blieb ausreichend Zeit für persönliche Begegnungen, heißt es weiter.

Westfälische Nachrichten, 24.08.2026

 
Gruppenfoto
Mit insgesamt 37 Teilnehmenden unternahm die Deutsch-Polnische Gesellschaft Senden jetzt eine abwechslungsreiche Reise durch Pommern. Foto: Deutsch-Polnische Gesellschaft Senden
 

Neustart übertrifft alle Erwartungen

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30 June 2026

Schüleraustausch zwischen Senden und Koronowo

SENDEN/WEIMAR. Vor kurzem hieß es an dieser Stelle noch „In Weimar wartet der Neuanfang“ – inzwischen ist aus der Theorie lebendige, emotionale Realität geworden, wie das Joseph-Haydn-Gymnasium berichtet: Die Reise von Jugendlichen aus Senden und der polnischen Partnerstadt Koronowo hat stattgefunden und laut den Initiatoren „alle Erwartungen übertroffen“. Die Kulturstadt Weimar habe sich als „perfekte Kulisse für dieses besondere Wiedersehen“ erwiesen:

„Als geschichtsträchtiger Ort begeisterte die Stadt, und die Jugendlichen hatten Gelegenheit, die wechselvolle Geschichte und Gegenwart Europas vom 18. bis zum 21. Jahrhundert hautnah zu erkunden.“ Im Mittelpunkt stand jedoch die Begegnung zwischen den deutschen und polnischen Schülern.

„Diese intensive Woche in Weimar war damit der erfolgreiche Auftakt für eine Neubelebung des klassischen Schüleraustausches zwischen Senden und Koronowo“, sagt Geschichtslehrer Dominic Schmauck.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Senden hatte mit einem völlig neuen Konzept und der Sicherung von Spenden diesen Neustart möglich gemacht (wir berichteten) – und laut der Mitteilung damit „die Brücke zwischen den beiden Partnerstädten neu gefestigt“. Neben dem Gymnasium waren auch Lehrkräfte und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule und der Edith-Stein-Schule an dem Programm beteiligt.

Westfälische Nachrichten, 23.06.2026

Weimar hat sie begeistert: Sendener Schüler in der thüringischen Kulturstadt.

In Weimar wartet der Neuanfang

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17 June 2026

SENDEN. Schüler und Schülerinnen aus Senden und aus der Partnerstadt Koronowo in Polen nahmen 16 Jahre lang erfolgreich an einem Schüleraustausch zwischen den beiden Orten teil. Dafür sorgten engagierte Schulleitungen, Lehrer und Lehrerinnen aller weiterführenden Schulen in Senden und in Koronowo. Corona hatte jedoch dieses Projekt zum Erliegen gebracht.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Senden hat in Zusammenarbeit mit den Leitungen der Sendener weiterführenden Schulen und einem neuen engagierten Team einen Neustart der Schülerbegegnung auf den Weg gebracht. Mithilfe eines neuen Konzeptes und dank großzügiger Spenden aus Senden findet erstmalig die Schülerbegegnung in Weimar statt. Darüber freuen sich die Vorsitzende Grazyna Maria Brandes und ihr Kollege Leander Vierschilling besonders, denn: „Es war eine Menge Vorarbeit nötig, um mit diesem Projekt zu starten“, so die DPG in einer Pressemitteilung. Der Ehrenvorsitzende Hans-Jürgen Pohl wird als Repräsentant der DPG Senden die Gruppe begleiten.

Am morgigen Sonntag sind alle abfahrbereit und verbringen in Weimar bis Freitag (19. Juni) eine laut der Mitteilung „durchstrukturierte und spannende, gemeinsame Zeit“. Die Begegnung gebe den Jugendlichen aus Deutschland und Polen die Möglichkeit, die Geschichte und Gegenwart Europas hautnah zu erfahren. Dafür begeben sich die Teilnehmer des Seminars auf eine Reise, um die Bedeutung Weimars für den geschichtlichen Verlauf der Entwicklungen im Europa des 18. bis 21. Jahrhunderts einzuordnen, wie es in der Mitteilung der DPG weiter heißt.

Westfälische Nachrichten 13.06.2026

  1. DPG feiert Sommerfest zum 20.-Jährigem
  2. „Freiheit, Liberté, Freedom“ – Bewegender Auftakt zum Jubiläumsjahr der DPG Senden
  3. Freiheit in den Blick genommen
  4. Besuch aus Sendens Partnerstädten
  5. „Erinnern als Aufgabe“ - Bildungsreise der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Senden nach Auschwitz/Krakau vom 27.07. bis 02.08.2025
  6. Bildungsreise nach Polen
  7. 17. Kulinarischer Deutsch-Polnischer Bigos-Abend
  8. Viel Mundendes zwischen Buchdeckeln

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