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Aktuelle Termine und Veröffentlichungen:

Jubiläumsfest mit Tag der offenen Tür der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Senden

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft e.V. Senden feiert ihr 20-jähriges Bestehen und lädt dazu alle Interessierten ein. 

Am Vortag der Jubiläumsfeier am 02.10.2026 um 19.00 Uhr laden wir zunächst zum Vortrag des Generalkonsuls der Republik Polen Marek Gluszko aus Köln ins Alte Zollhaus ein. Herr Marek Gluszko wird über die deutsch-polnischen Beziehungen im 21. Jahrhundert,  inbesondere über deren  Herausforderungen und Perspektiven referieren. 

Wir nehmen unser 20-jähriges Bestehen zum Anlass,  uns als Verein und unsere Arbeit am Tag der offenen Tür im Alten Zollhaus am 03.10.2026 ab 10.30 Uhr - 16.00 Uhr,  der Öffentlichkeit vorzustellen. 

Besonders freuen wir uns darüber, Gäste aus der Partnerstadt Koronowo, den Generalkonsul der Republik Polen Marek Gluszko, unseren Bürgermeister Sebastian Täger, Vertreter:Innen  der Gemeinde und der Politik, der weiterführenden Schulen in Senden, Bürger:Innen aus Senden und Umgebung begrüßen zu dürfen! 

Sie sind herzlich willkommen! 

 

 

BARTOSZEWSKI. → WIDERSTAND - ERINNERUNG - VERSÖHNUNG / AUSSTELLUNG

15.09.2026 - 25.09.2025
Rathaus Senden - Münsterstr. 30 - 48308 Senden

Unser Gast, der Politikwissenschaftler und ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau Klaus Ziemer wird am 15.09.2026 um 19.00 Uhr im Foyer  des Rathauses der Gemeinde Senden die Ausstellung eröffnen. 

DPGS Ausstellung Bartoszewski

Wladislaw Bartoszewski (19.02.1922-24.04.2015) - Wer war er? 

Er war polnischer Historiker, Publizist, Politiker und zweimaliger Außenminister Polens. 

Als 18-jähriger Abiturient wurde er von einer deutschen Streife festgenommen und ins Stammlager Auschwitz deportiert. 

Dank der Intervention des Polnischen Roten Kreuzes wurde er 1941 nach sechseinhalb Monaten als schwer erkrankter Mann von dort entlassen. 

Anschließend schloss er sich der Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besatzung an und wirkte in einer Geheimorganisation, die durch Ausweisfälschungen mehrere Tausend Juden rettete. 

Wladislaw Bartoszewski steht aufgrund seiner Erfahrung für Widerstand und Erinnerung. Bemerkenswert jedoch ist es, dass er sich vorbildhaft sein Leben lang für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen engagierte. Die Ausstellung soll dazu beitragen, sein Lebenswerk bekannt zu machen und sich neugierig und mutig zu trauen, Freundschaften zwischen den Nachbarländern Deutschland und Polen auf allen Ebenen zu pflegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellung im Rathaus zu Władysław Bartoszewski

Prof. Dr. Ziemer

Ein Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland

SENDEN. Unter dem Titel „Władysław Bartoszewski – Widerstand, Erinnerung, Versöhnung“ eröffnete die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Senden am vergangenen Dienstag eine Ausstellung im Foyer des Rathauses. Diese erinnert an einen Mann, dessen Leben eng mit der Geschichte Polens und der deutsch-polnischen Aussöhnung verbunden ist.

Die Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, Grazyna Brandes, erinnerte an Bartoszewskis Rede vor dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat im April 1995. Darin erklärte er: „Diese Alltäglichkeit und Normalität zwischen Deutschen und Polen schätze ich ganz besonders.“

Auch 31 Jahre später bleibe diese Normalität eine Aufgabe, so die DPG. Sie fördere deshalb durch Reisen, Vorträge, Kulturveranstaltungen und persönliche Begegnungen das gegenseitige Verständnis. Zu einer tragfähigen Nachbarschaft gehöre auch die Bereitschaft, unterschiedliche Erfahrungen anzuerkennen und offen über schwierige Kapitel der gemeinsamen Geschichte zu sprechen.

Holger Bothur begrüßte die Gäste. Als Vertreter der Gemeinde und Hausherr hieß er die DPG mit ihrer Ausstellung im Rathaus willkommen.

Prof. Dr. Klaus Ziemer, Politikwissenschaftler, Kurator der Ausstellung und ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau, stellte Bartoszewskis Leben und Wirken vor. Für den musikalischen Rahmen sorgten Achim Stanosek und sein Ensemble aus Lüdinghausen.

Der 1922 in Warschau geborene Bartoszewski wurde 1940 von den deutschen Besatzern verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht. Nach seiner Freilassung schloss er sich dem polnischen Widerstand an. Als Mitglied der Heimatarmee und Mitarbeiter des Hilfsrates für Juden, Żegota, half er verfolgten Juden. 1944 nahm er am Warschauer Aufstand teil. Nach dem Krieg wurde Bartoszewski wegen seiner oppositionellen Haltung vom kommunistischen Regime verfolgt und über Jahre inhaftiert. Später engagierte er sich in der demokratischen Opposition und bei Solidarność. Nach 1989 wurde er Botschafter, Senator und zweimal Außenminister Polens.

Ziemer zeigte, wie eng bei Bartoszewski persönliche Erfahrung, historische Erinnerung und politische Verantwortung verbunden waren. Sein Leitsatz „Es lohnt sich, anständig zu sein“ war für ihn eine Aufforderung zum Handeln – besonders dann, wenn Haltung Mut erforderte.

Die Ausstellung ist bis Freitag (25. September ) im Foyer des Rathauses zu sehen.

Westfälische Nachrichten, 17.09.2026

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