Zwischen Humanität und Barbarei: Weimar – Stadt mit zwei Gesichtern

In kaum einer anderen Stadt sind außergewöhnliches kulturelles Erbe der Klassiker und des Humanismus so mit der menschenverachtenden Ideologie des Nationalsozialismus verknüpft wie in Weimar. Es soll auf dieser Bildungsreise versucht werden, dieser komplexen Verflechtung nachzugehen.

Sie lernen die zwei Gesichter Weimars kennen, der Stadt, in der sich 2019 die Proklamierung der (erst nachträglich so genannten) „Weimarer Republik“ zum 100. Male jährte. Sie nehmen verschiedene Zeitabschnitte der Weimarer Kultur-Geschichte in den Blick, erfahren, welche Größen der deutschen Geistesgeschichte die Weimarer Klassik mit ihrem Humanitätsideal geprägt haben und setzen sich mit den politischen Verwerfungen in der NS-Zeit auseinander.

 

Neben thematisch ausgerichteten Stadtrundgängen und Museumsbesuchen in Weimar sind Führungen in der Gedenkstätte Buchenwald Bestandteile des Programms, die versuchen, der komplexen Geschichte des Ortes nachzugehen. Wozu hat man ein Lager in „Buchenwald“ eingerichtet? Wie stand die Weimarer Bevölkerung zum Lager? Was wusste sie davon? Was geschah in der Nachkriegszeit an diesem Ort? Welche Bedeutung hatte Buchenwald für die DDR?

Bei einem Besuch der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt lernen Sie den Erinnerungsort „Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ kennen, der exemplarisch auf die Verbindung von Industrie und Holocaust verweist. Danach erkunden Sie bei einem geführten Rundgang die Altstadt von Erfurt. Es bleibt Ihnen genügend Zeit, Weimar eigenständig zu entdecken. In der seit 250 Jahren kaum veränderten Altstadt werden Sie Orte zum gemütlichen Verweilen finden. Geplant ist auch ein Besuch einer Kulturveranstaltung.

Unterbringung: Hotel Anna-Amalia (DZ/EZ)

Die Bildungsreise findet in Kooperation mit dem Bildungswerk Stenden statt.

Das Vorhaben ist auf 24 TeilnehmerInnen begrenzt. Da die Reise privat organisiert wird, ist eine Voranmeldung bis Ende September 2022 notwendig.

Voraussichtlich wird der Preis (Ü/F, Bustransfer, Bus- und Bahnfahrten vor Ort, Führungen, Eintritt) im DZ 490,00 € und im EZ 652,50 € betragen.

Nicht-Mitglieder der DPG Senden zahlen einen Aufschlag von 20 €.

Anmeldungen per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder postalisch: Leander Vierschilling, Erlengrund 115, 48308 Senden