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Festakt zum polnischen Nationalfeiertag

Senden - Beim Festakt aus Anlass des polnischen Nationalfeiertags in der Abtei Brauweiler war auch die Gemeinde Senden vertreten. Für Senden – und damit auch für die Städtepartnerschaft mit Koronowo – kamen der Fachbereichsleiter der Gemeinde, Klaus Gilleßen, und Hans-Jürgen Pohl, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Senden, nach Pulheim.

Gut vertreten war die Gemeinde Senden beim Festakt aus Anlass des polnischen Nationalfeiertags in der Abtei Brauweiler in Pulheim. Der Generalkonsul der Republik Polen in Köln, Jan Sobczak, hatte Repräsentanten aus NRW deutsch-polnischer Institutionen, der Gemeinden mit Partnerschaften nach Polen und zahlreiche polnische Mitbürger zum Empfang eingeladen. Für Senden – und damit auch für die Städtepartnerschaft mit Koronowo – kamen der Fachbereichsleiter der Gemeinde, Klaus Gilleßen, und Hans-Jürgen Pohl, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Senden, nach Pulheim. Werner Jostmeier, Vorsitzender der Parlamentariergruppe Polen-NRW und heimischer Abgeordneter vertrat den Düsseldorfer Landtag.

Generalkonsul Sobczak erläuterte in seiner Festansprache den Ursprung des polnischen Nationalfeiertags: „Wir feiern heute unsere Verfassung vom 3. Mai 1791 und damit die älteste demokratische Verfassung Europas, die erstmals von der Dreiteilung der Gewalten ausgeht. Auch wenn sie in den Wirren der polnischen Geschichte lange Zeit verloren ging, hat sie umso mehr Bedeutung im modernen Polen und wirkt auch bis in das heutige gemeinsame Europa.“ Der Jugendaustausch zwischen beiden Ländern spielte in seiner Rede eine besondere Rolle, was sich auch in der Arbeit des Deutsch-Polnischen-Jugendwerks manifestiere.

 


Werner Jostmeier fühlte sich bei seiner Ansprache sichtlich wohl vor dem Hintergrund der drei Fahnen in den deutschen, polnischen und europäischen Farben. Mit Nachdruck verwies er auf die gelungene Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen sowie die Rolle des Nachbarlandes für die Wiedervereinigung. Zur aktuellen kritischen Lage ergänzte er: „Polen ist wichtig für die Europäische Union. Und das deutsch-polnische Verhältnis ist so gut wie seit 1000 Jahren nicht mehr. Es darf nicht durch die augenblicklichen, parteipolitischen Mehrheiten in Warschau gefährdet werden. Die deutsch-polnische Verantwortungsgemeinschaft ist eine wichtige Grundlage für die Stabilität und das Fortschreiten der EU, genau wie das gute Verhältnis zu Frankreich. Gerade die Verbindung mit Polen muss gepflegt werden und ist von höchster Bedeutung.“

Zum Schluss formulierte Jostmeier den Wunsch, dass die neue polnische Regierung bald wieder bei Pressekonferenzen die entfernte Flagge Europas an ihren alten Platz zurückstellt und im Hintergrund sichtbar macht.

Westfälische Nachrichten 12.05.2016