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DPG Senden in vielen Bereichen aktiv

Senden - Die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Senden pflegt mit Reisen, Vorträgen und konkreten Hilfeleistungen die Kontakte in unser östliches Nachbarland.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Senden blickte bei ihrer Jahresmitgliederversammlung auf zahlreiche Aktionen zurück. Die Bandbreite reicht unter anderem von einem Bigos-Abend – dem polnischen Nationalgericht –, einem Vortrag über die polnische Einwanderung ins Ruhrgebiet, über die Fahrradtour mit Vorstandsmitglied Franz-Josef Lintel-Höping bis hin zur Gruppenreise nach Warschau.

Bevor es aber dazu überging, die Reise-Erinnerungen mittels einer Diashow ins Gedächtnis zu rufen, machte der Vorsitzende Hans-Jürgen Pohl auf eine besondere Ehrung einer Schülerin der Edith-Stein-Schule aufmerksam. Der Anlass war ein Fotowettbewerb, der im Rahmen des Schüleraustauschs in Polen ausgeschrieben wurde. Luise Sternberg ging dabei mit ihrer Kollage, die ihre Eindrücke von Koronowo, Danzig und Warschau dokumentierte, als Siegerin hervor. „Sie ist die einzige, die am Fotowettbewerb teilgenommen hat“, räumte Hans-Jürgen Pohl ein. „Eigentlich hast du dann ja alle Preise verdient. Aber wir wollen ja nicht nach den Sternen greifen“, witzelte Pohl mit einem Wink auf den Nachnamen der Gewinnerin. Diese freute sich über ihren Preis in Höhe von 100 Euro und brachte ihren Jubel durch einen kleinen Siegestanz zum Ausdruck.

Der „rote Faden“ konnte anschließend mit den Bildern der Gruppenreise weiterverfolgt werden, die Impressionen aus Warschau und dem Südosten Polens wiedergaben. „Die Reise sollte in erster Linie informativ, aber auch fröhlich sein“, sagte Pohl. „Dennoch sind die Spuren der Vergangenheit, das sechs Jahre andauernde Leid und die Verbrechen von deutscher Seite, nicht an uns vorübergegangen“, erläuterte er weiterhin. Besonders hob er den sachlichen, unbefangenen Umgang mit der Thematik hervor. „In der Regel sprachen die Polen von den Verbrechen der Nazis, nicht der Verbrechen der Deutschen“, unterstrich er die Differenzierung.

Die Reise führte zunächst von Warschau zum kulinarischen Fest in Lublin, nach Kasimierz Dolny, in die Renaissance-Stadt Zamość, zum Erntedankfest nach Sandomierz, Łancut und schließlich nach Krakau.

„Doch auch in diesem schönen Land herrscht bittere Armut“, verwies Janice Vogel auf die Kehrseite. Wiederholt engagiert sie sich in diesem Jahr mit der Preußischen Genossenschaft des Johanniterordens für die Aktion „Weihnachtsfreude“, die Weihnachtspakete an Bedürftige in die Woiwodschaft Ermland-Masuren übermittelt (WN berichteten).

„Ein wesentlicher Teil dieser Aktion ist es, unsere Wertschätzung anhand dieser Pakete auszudrücken“, erläuterte sie die Intention dahinter.

 

Westfälische Nachrichten 16.11.2015